Böber, Johann von

andere Schreibweise: Bëber, Ivan Vasil'jevic
Geburtsdatum: 22.12.1746
Geburtsort: Weimer
Sterbedatum: 15/16.07.1820
Sterbeort: St. Petersburg
Aufenthalt in St. Petersburg: 1776-1820
Beruf: Lehrer
Institutionelle Zugehörigkeit: St. Petersburger Artillerie- und Ingenieurkorps'/Akademie der Wissenschaften/Freimaurerloge

Kommentar: Naturforscher, Sammler, Dichter, Freimaurer, Leiter der Loge "Gekrönter Pelikan"; B. wurde 1776 in St. Petersburg zum Freimaurer geweiht. In dieser Zeit unterrichtete er an der St. Petri-Schule. Von 1783 bis zu seinem Tod war er Inspektor des Artillerie- und Ingenieurkorps. Dort arbeitete er als Lehrer für Mathematik und Physik, später für Geographie und Geschichte. Als Naturforscher katalogisierte B. zahlreiche Insekten- und Pflanzenarten. Dafür wurde er seit 1796 zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Laut einer Legende führte er Alexander I. in die Freimaurer-Loge ein, die der Zar in den weiteren zehn Jahren regelmäßig besuchte.

Erwähnung: Sytin, A. K. (2003): Iogann von Bëber – naturalist I kollekcioner, in: Nemcy v Rossii. Tri veka naucnogo sotrudnicestva, (hrsg. Galina Smagina), St. Petersburg, S. 91-108; Russkij biograficeskij slovar', (1896-1912), St. Petersburg, Bd. II, S. 623;

Werk:

  • (1780): Freimaurerlieder zum Gebrauch der Vereinigten Logen in Russland, St. Petersburg.
  • (1787): Freimaurerlieder zum Gebrauch der vereinigten Logen in Russland, St. Petersburg
  • (1788): Auswahl von Freimaurerliedern. Durch die E. Loge Muse „Urania“ gesammelt von Böber, St. Petersburg
  • (1793): Verzeichnis der Pflanzen, die von Ritter J. von Böber in Taurien und Katharinoslavischen Gouvernement gasammelt worden sind, in: G. Ch. Reichs Magazin des Pflanzenreichs, Erlangen, 1793, Bd. I, S. 154-166.
  • (1793): Schreiben des Herrn Goffrath und Studien-Direktor Böber aus Ekaterinoslaw vom 25.Oktober 1792, in: Neue Nordische Beiträge, 1793, Bd. 6, S. 256-264.